Im Schilderwald – Signaletik-Workshop
Im Rahmen eines Signaletik-Workshops wurden Kinder zu kleinen Raumdetektiv:innen. Mit viel Neugier und offenen Blicken erkundeten sie die Campusväre und begaben sich auf die Suche nach den Zeichen, die uns im Alltag Orientierung geben, oft ganz unbemerkt.
Gemeinsam gingen wir der Frage nach, wie ein Raum „spricht“. Die Kinder beobachteten Fenster, Türen, Wegeführungen, Lichtstimmungen und Veränderungen im Bodenbelag. Sie spürten nach: Wo fühle ich mich eingeladen? Wo bin ich unsicher? Wo weiß ich sofort, wohin ich gehen soll und wo nicht? Dabei wurde schnell klar, dass Architektur viele Hinweise gibt. Materialien, Proportionen und Übergänge erzählen uns etwas, selbst wenn kein einziges Schild vorhanden ist.
Besonders spannend waren jene Orte, die für die Kinder nicht selbsterklärend wirkten. Stellen, an denen sie zögerten, suchten oder nach Orientierung fragten. Genau hier setzten wir gemeinsam an: Die Kinder entwickelten eigene Schilder für diese Bereiche. Mit Zeichnungen, Symbolen und Farben überlegten sie, wie man verständlich und freundlich zeigen kann, wohin der Weg führt oder was dieser Ort brauchen würde, damit man versteht was er uns sagen will.
Am Ende wurde spürbar: Wer lernt, Räume aufmerksam zu lesen, beginnt sie auch selbstbewusst mitzugestalten und entdeckt, dass die gebaute Welt voller Zeichen steckt, die wir verstehen und verändern können.